Im Zuge der globalen
Erwärmung, wird der Meeresspiegel voraussichtlich steigen.
Wissenschaftler beziffern den Anstieg auf ca. 50-60 cm bis zum Jahr
2100. Jedoch werden die Polkappen wohl kaum einen Anteil daran haben.
Der Nordpol könnte laut
aktueller Erkenntnisse noch innerhalb dieses Jahrhunderts über
die Sommermonate völlig eisfrei werden. Da sich das Eis der
Arktis jedoch mit dem Wasser in einem Schwimmgleichgewicht befindet,
geben die schmelzenden Eismassen nur so viel Masse Wasser frei, wie sie
vornweg als Eis verdrängt haben. Die Aussage, dass das
Abschmelzen des Nordpols zur Erhöhung des Meeresspiegels
führt, ist somit definitiv falsch.
In der Antarktis
könnte, da das Eis dort auf dem Festland liegt, durch das
Abschmelzen der Gletscher tatsächlich "zusätzliches"
Wasser in das Weltmeer gelangen und die Pegel steigen lassen,
allerdings zeichnet sich dort aktuell eher ein entgegengesetzter Trend
ab.
Eine Erwärmung der antarktischen Luftmassen führt vor
allem erst einmal dazu, dass die absolute Luftfeuchte der dortigen
Luftmassen zunimmt. In Folge dessen, fallen mehr
Niederschläge. Da die Lufttemperaturen der Antarktis jedoch
ausschließlich im den Randbereichen in den Sommermonaten
über 0°C liegen, fällt der Niederschlag
überwiegend Schnee, was die Gletscher zum Wachsen bringt. Das
Verhältnis zwischen Abschmelzen der Schelfeismassen am Rande
der Antarktis und dem Anwachsen der Gletscher wird von Forschern genau
beobachtet. Aktuell wachsen die Gletscher schneller, als sie an ihrem
Rand abschmelzen.
Das heißt, wenn man die Antarktis isoliert betrachtet, wirkt
sie dem Anstieg des Meeresspiegels sogar entgegen. Selbst das IPCC stellt in der Zusammenfassung seines Berichts von 2007 fest: "In der Antarktis ist kein Rückgang zu sehen." Wenn also schon die höchste Instanz der Klimaforschung das Abschmelzen der Antarktis verneint, woher kommt dann dieses Argument?
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Bildquelle: Hougton, John
: Globale Erwärmung, Springer, Berlin (1997) |
Was verursacht dann den Ansteig
des Meeresspiegels?
Die Ausdehnung des
oberflächennahen Wassers durch Erwärmung nimmt den
größten Teil des Anstieges für sich in
Anspruch (siehe
Abbildung). Das Abschmelzen der festländischen Gletscher
inklusive Grönland verstärkt den Anstieg. Laut IPCC macht dies aber nur 0,4 mm pro Jahr aus, also in 100 Jahren nur 4 cm.
Links:
Schmelzen die Gletscher und Polkappen?
(Max-Plank-Institut für Meteorologie)
Messungen des Meersspiegelanstieges (University of Colorado)
Schmelzen die Polkappen wirklich? (ScienceSkepticalBlog)
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